Gestörte Versorgung im Nahen Osten und boomende internationale Ausstellungen
2026 05/08
Im Mai 2026 nimmt der Überseehandel der globalen Aluminiumprofil-Tür- und Fensterindustrie weiter zu. Das knappe Aluminiumangebot und die hohen Preise, die durch geopolitische Konflikte im Nahen Osten verursacht werden, breiten sich immer noch aus. Unterstützt durch eine Reihe professioneller internationaler Ausstellungen in Ägypten und Südostasien unternehmen chinesische Unternehmen für Aluminiumtüren und -fenster umfassende Anstrengungen zur Anpassung der Auftragsstruktur, zum Marktlayout und zur Verbesserung der Compliance. Das Wachstum in Schwellenländern und die Reaktion auf Handelshemmnisse sind zum zentralen Schwerpunkt für die globale Expansion der Branche geworden.
Auf der Rohstoffseite sind die Auswirkungen der Schifffahrtskontrollen in der Straße von Hormus und der Produktionsstopps in Aluminiumhütten im Nahen Osten weiterhin spürbar. Die LME-Aluminiumpreise bleiben über 3.500 US-Dollar pro Tonne. Lokale Hersteller von Türen und Fenstern im Ausland sehen sich einem steigenden Kostendruck und längeren Lieferzyklen ausgesetzt, was dazu führt, dass sich die weltweite Lieferlücke bei Aluminiumprofilen stetig in Richtung China verlagert. Zolldaten zeigen, dass Chinas Exporte von Aluminiumprofilen im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 18 % gestiegen sind, wobei Südostasien, der Nahe Osten und Afrika herausragende Beiträge leisteten. Aufgrund der logistischen Störungen im Nahen Osten im März gingen die Exporte im Vergleich zum Vormonat um 24,8 % zurück; Dennoch zeigten Märkte wie Vietnam, Malaysia und Nigeria eine starke Nachfrageresistenz und wurden zu wichtigen Auftragszielen.
Im Hinblick auf die Marktexpansion sind internationale Messen zu einem zentralen Kanal für die Akquise neuer Aufträge geworden. Vom 7. bis 9. Mai fand in Kairo die 16. Internationale Ausstellung für Glas, Türen, Fenster und Aluminium in Ägypten statt, an der über hundert Branchenteilnehmer aus aller Welt teilnahmen. Chinesische Unternehmen präsentierten thermisch getrennte Systemfenster und hochwetterfeste Profile, die genau auf die Nachfrage nach Infrastruktur und Immobilienerholung im Nahen Osten und Nordafrika zugeschnitten waren. Unterdessen verzeichnet der südostasiatische Markt dank der RCEP-Vereinbarung ein stetiges Wachstum, wobei die Bestellungen für taifunresistente Energiesparfenster im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 30 % ansteigen. Vietnam und Malaysia festigen ihre Rolle als wichtige Drehkreuze für den Transithandel und die Montage im Ausland weiter.
Handelshemmnisse und Compliance-Standards verschärfen sich weiter. Die CBAM-Kohlenstofftarifpolitik der EU sowie die Antidumping- und Antisubventionsuntersuchungen Australiens zu chinesischen Aluminiumtüren und -fenstern unter dem HS-Code 7610.10.00.12 drängen die Hersteller dazu, die Modernisierung kohlenstoffarmer Produktion, die Einführung von recyceltem Aluminium und internationale Zertifizierungsverfahren zu beschleunigen. Viele Unternehmen beschleunigen auch ihre Lokalisierungsvereinbarungen im Ausland. Durch die Übernahme des Modells der Halbfertigprodukte aus China und der umfassenden Verarbeitung im Ausland haben sie Montagestandorte in Thailand, Vietnam und Mexiko aufgebaut, wodurch Handelshemmnisse effektiv vermieden und die Effizienz der lokalen Lieferung verbessert wurden.
Brancheninsider wiesen darauf hin, dass die globalen Aluminiumpreise im zweiten Quartal angesichts der komplexen geopolitischen Lage volatil auf hohem Niveau bleiben werden. Chinas Aluminium-Tür- und Fensterindustrie sollte sich an hochwertige Produktverbesserungen, ein diversifiziertes Marktlayout und internationale Compliance-Standards halten. Durch die Nutzung seiner gesamten Industriekette und seiner stabilen Produktionskapazität wird China seinen Anteil am globalen Markt für hochwertige Baumaterialien weiter festigen und den Wandel der Branche vom Produktexport zum Marken- und Standardexport beschleunigen.
