Lieferengpässe im Nahen Osten und Rekordpreise für Aluminium unterstreichen Chinas Vorteile in der globalen Lieferkette bei Aluminiumfenstern
2026 04/18
Mitte April 2026 hat sich die globale Außenhandelslandschaft für Aluminiumprofiltüren und -fenster erneut verändert. Eskalierende geopolitische Konflikte im Nahen Osten haben zu groß angelegten Stilllegungen wichtiger globaler Produktionskapazitäten für elektrolytisches Aluminium geführt und die internationalen Aluminiumpreise auf ein fast 20-Jahres-Hoch getrieben. Unterdessen ist die Antidumping-Überprüfung der EU für chinesische Aluminiumprofile noch im Gange, wodurch die Handelshemmnisse für den europäischen Markt intakt bleiben. Unterstützt durch die vollständige Industriekette und die stabile Produktionskapazität absorbieren chinesische Hersteller von Aluminiumfenstern und -türen den weltweiten Auftragsüberschuss. Die Nachfrage in Schwellenmärkten in Südostasien und im Nahen Osten wächst weiterhin rasant, während die Verbesserung der CO2-Konformität und die Lokalisierung im Ausland zu Kernstrategien für die globale Expansion geworden sind.
Seit dem 13. April hat die verschärfte Schifffahrtskontrolle über die Straße von Hormus zu vollständigen Produktionsstopps bei zwei weltweit führenden Aluminiumhütten geführt: Emirates Global Aluminium und Aluminium Bahrain. Ihre kombinierte jährliche Kapazität von über 3 Millionen Tonnen wurde eingestellt, wobei die Erholung voraussichtlich 12 Monate dauern wird, wodurch eine starre Versorgungslücke von fast 9 % beim globalen Primäraluminium entsteht. Das knappe Angebot hat die Aluminiumpreise stark in die Höhe getrieben. Am 17. April erreichte LME-Aluminium 3.608 US-Dollar pro Tonne und erreichte damit einen 20-Jahres-Höchstwert. Inländisches SHFE-Aluminium schwankte stetig zwischen 24.800 und 25.500 Yuan pro Tonne. Die Spotprämien für globale Aluminiumprofile stiegen kontinuierlich, was die Produktionskosten stark erhöhte und die Lieferkapazität lokaler Fensterhersteller im Ausland einschränkte.
Im Hinblick auf Handelshemmnisse ist die Antidumping-Überprüfung der EU noch im Gange. Die ursprünglichen Antidumpingzölle von 21,2–32,1 % auf chinesische Aluminiumprofile bleiben in Kraft und das vorübergehende Nullzollfenster wurde nicht wieder geöffnet. Darüber hinaus wird der CBAM-Kohlenstofftarifmechanismus der EU weiter verschärft. Käufer aus Übersee stellen strengere Anforderungen an den CO2-Fußabdruck, den Anteil an recyceltem Aluminium, die CE/EN 14351-Zertifizierung und die Standards für die Produktion grüner Energie. Dies drängt inländische Unternehmen dazu, die Modernisierung kohlenstoffarmer Produktionslinien, den Einsatz von recyceltem Aluminium und CO2-Bilanzierungssysteme voranzutreiben, um die Beschaffungsstandards für hochwertige europäische Baumaterialien zu erfüllen.
Der weltweite Auftragsfluss hat sich deutlich nach China verlagert, um Lieferengpässe im Ausland auszugleichen. Chinas Exporte von Aluminiumprofilen stiegen im ersten Quartal im Jahresvergleich um 18 %, wobei die Nachfrage auch im April weiter zunahm. Die ASEAN-Märkte unter RCEP profitieren von Zollvorteilen und der Erholung des Infrastruktur- und Immobiliensektors und verzeichnen eine starke Nachfrage nach Taifun-resistenten thermisch getrennten Fenstern und energiesparenden Systemfenstern. Vietnam und Malaysia bleiben wichtige Drehkreuze für den Transithandel und die Montage im Ausland. Aufgrund lokaler Aluminiumknappheit stieg die Importnachfrage nach wetterbeständigen, sandbeständigen Aluminiumfenstern in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und anderen Ländern des Nahen Ostens und Afrikas im Vergleich zum Vormonat um über 40 %, was die regionale Abhängigkeit von chinesischen Produkten verstärkte. Aufgrund der anhaltend hohen US-Zölle bauen immer mehr Unternehmen Fabriken in Mexiko, um Handelshemmnisse zu umgehen und Endmärkte vor Ort zu bedienen.
Angesichts hoher Aluminiumpreise, globaler Versorgungsungleichgewichte und vielfältiger Handelshemmnisse haben chinesische Hersteller einheitliche globale Expansionsstrategien entwickelt. Sie optimieren die Produktstruktur durch die Förderung hochwertiger Systemfenster und kohlenstoffarmer Energiesparprofile, um die Auswirkungen der Rohstoffpreisvolatilität zu reduzieren. Sie diversifizieren das globale Marktlayout, um die Abhängigkeit von europäischen und amerikanischen Märkten zu verringern, und beschleunigen Lager in Übersee und lokale Produktionsstandorte in Südostasien und im Nahen Osten. Darüber hinaus stärken kontinuierliche Verbesserungen bei der internationalen Zertifizierung und der Einhaltung kohlenstoffarmer Emissionen Chinas stabile Vorteile in der globalen Lieferkette.
Branchenanalysten gehen davon aus, dass die weltweiten Aluminiumpreise im zweiten Quartal hoch bleiben werden. Geopolitische Spannungen, Produktionsengpässe und Handelsregulierungen werden weiterhin die globalen Exporttrends prägen. Obwohl Exporte nach Europa und in die USA weiterhin unter politischem Druck stehen, wird die anhaltende Nachfrage aus Schwellenländern wie dem Nahen Osten, den ASEAN-Staaten und Lateinamerika zum Haupttreiber des Exportwachstums. Da chinesische Aluminiumfensterunternehmen ihre Produkte weiter verbessern, internationale Standards einhalten und globale Lieferketten optimieren, wird sich ihre globale Wettbewerbsfähigkeit insgesamt weiter verbessern. Ihr Anteil am globalen Baustoffmarkt wird stetig wachsen und eine langfristige Transformation vom einfachen Kapazitätsexport zum Marken- und Standardexport erreichen.
